Die Strahlentherapie übernimmt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von Prostatakrebs
Eine wirksame und schonende Alternative
Prostata Krebserkrankungen treten meist in der zweiten Lebenshälfte auf und sind die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Weil das Risiko mit dem Alter zunimmt, ist die Findung der optimalen Therapie nicht zuletzt von möglichen Begleiterkrankungen wie koronare Herzkrankheit oder Diabetes mellitus, Berufstätigkeit, der Familiensituation, persönlichen Wünschen und Neigungen sowie natürlich vom Krankheitsstadium abhängig.
Tumorkontrolle
Die Strahlentherapie bietet dem Patienten bei Prostatakrebs eine wirksame und oft schonendere Alternative zur Operation. Sie kann individuell angepasst werden und wird eingesetzt, um den Tumor zu kontrollieren, das Risiko eines Rückfalls zu minimieren und gleichzeitig Nebenwirkungen zu reduzieren.
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Was wird im Erstgespräch besprochen?
- Die Notwendigkeit der Behandlung:
Wir erklären Ihnen, ob in Ihrem Fall eine Strahlentherapie erforderlich ist und aus welchen Gründen. Oft basiert diese Entscheidung auf dem Beschluss einer Tumorkonferenz. - Der Grund für die Bestrahlung:
Wir erläutern Ihnen die genauen Gründe für die empfohlene Strahlentherapie. - Die Chancen und Risiken:
Wir geben Ihnen eine individuelle Einschätzung der möglichen Erfolgschancen und Risiken der Behandlung und erklären diese ausführlich. - Der Ablauf der Behandlung:
Der genaue Ablauf der Strahlentherapie wird Ihnen Schritt für Schritt erklärt. - Die Hautpflege während der Therapie:
Wir geben Ihnen Informationen zur Hautpflege und überreichen Ihnen ein entsprechendes Hautpflegeset (bei Brustkrebs), um Ihre Haut optimal zu schützen.
Rauchen vor der Strahlentherapie?
Zwei Stunden vor Ihrer Strahlentherapiesitzung sollten Sie auf das Rauchen verzichten, da die Reduzierung von Sauerstoff im Gewebe die Wirksamkeit der Behandlung vermindert. Sollte es Ihnen schwerfallen, auf Zigaretten zu verzichten, ist es besser möglichst früh am Tag einen Termin zu wählen. Nach der täglichen Bestrahlung ist es zwar immer noch nicht gesund, aber beeinträchtigt nicht unmittelbar die Behandlung.
Ernährung während der Strahlentherapie
Während der gesamten Dauer der Strahlentherapie ist eine ausgewogene und gesunde Ernährung von großer Bedeutung, um Ihren Körper optimal zu unterstützen und die bestmöglichen Behandlungsergebnisse zu erzielen.
Muss wirklich jeder Patient mit Tumornachweis behandelt werden?
Im Laufe des Lebens entwickelt praktisch jeder Mann ein Prostatakarzinom. Jedoch bricht die Krankheit nur bei einem Teil aus. Daher stellt sich natürlich die Frage, ob bei jedem Tumornachweis auch eine OP oder eine Bestrahlung notwendig ist. Wenn keine Risikofaktoren vorliegen, der Gleason-Score unter 7 liegt, der PSA-Wert unter 10 ng/ml beträgt, der Tumor nur in maximal zwei Stanzen nachgewiesen wurde und kein Tumorwachstum außerhalb der Prostata vorliegt, kann eine kontinuierliche Überwachung eine sinnvolle Option sein, um den Therapiebeginn hinauszuzögern. Jedoch setzt die „Active Surveilance“ (aktive Überwachung) ein hohes Maß an Selbstdisziplin voraus, weil über Jahre die engmaschige, eigenständige Kontrolle durch den Urologen notwendig ist.
Operieren oder Bestrahlen - was ist „besser” bei Prostatakrebs?
Bei der Operation werden die Prostata und Teile des lokalen Lymphabflusses entfernt. Mit der sofortigen Freiheit von Tumorgewebe ist der Tumormarker PSA umgehend aussagekräftig und eine begleitende Hormontherapie ist bis auf wenige Ausnahmen nicht notwendig. Das entnommene Gewebe kann detailliert vom Pathologen aufgearbeitet werden und eine Risikobeurteilung zum weiteren Krankheitsverlauf darauf basierend getroffen werden. In Einzelfällen wird auch eine komplettierende Strahlentherapie herangezogen, um das Therapieergebnis weiter zu verbessern.
Bei der Strahlentherapie wird das Tumorgewebe gezielt und schonend behandelt, ohne dass ein operativer Eingriff notwendig ist. Zwar ist eine feingewebliche Untersuchung hierbei nicht möglich, jedoch bieten Verlaufskontrollen mittels des Tumormarkers PSA, ergänzt durch moderne Bildgebungsverfahren wie PET/CT, eine äußerst effektive Methode, um den Therapieerfolg zu überwachen und den Krankheitsverlauf präzise zu beurteilen. Wichtigster Vorteil der Strahlentherapie ist die schonende Einbeziehung selbst ungünstig gelegener Lymphknoten. Daher ist im klinischen Alltag oft die Operation Methode der Wahl bei lokalen und die Strahlentherapie das Vorgehen bei metastasierten Erkrankungen.
Ein Sonderfall stellt die Krebserkrankung der Prostata mit gleichzeitiger Behinderung des Urinabschlusses dar. Dies ist nur extrem selten durch den Tumor selbst, sondern meist durch eine gleichzeitige nicht tumorbedingte Vergrößerung der Prostata gegeben. Hier sollte stets die OP der Bestrahlung vorgezogen werden, da gleich zwei Probleme behandelt werden können.
Was passiert bei der Strahlentherapie mit Prostatakrebs?
Bei der Strahlentherapie mit Linearbeschleunigern wird das Prostatagewebe basierend auf einer Computertomografie mit einer besonderen Art von Röntgenstrahlen behandelt. Die bei uns eingesetzten VERSA Geräte der Firma Elektra verfügen über alle Behandlungstechniken, einschließlich Stereotaxie, IMRT und VMAT.
Was ist die sogenannte Salvage-Bestrahlung?
Die Salvage-Bestrahlung nach einer primären Behandlung, meist einer Operation, kommt bei Prostatakrebs zum Einsatz, wenn der Krebs erneut auftritt oder Hinweise auf ein Rezidiv vorliegen.
Gibt es spezielle Arbeitsmittel oder Therapien, die im DTZ Berlin zur Behandlung von Prostatakrebs eingesetzt werden?
Im DTZ Berlin werden fortschrittliche Technologien und Therapien genutzt, um eine präzise Behandlung von Prostatakrebs zu gewährleisten:
- KI-unterstützte Planungsprozesse für eine noch exaktere Strahlentherapie, die die individuelle Anatomie und Tumorlage jedes Patienten berücksichtigt.
- KI-gestützte Bestrahlungskontrolle durch Systeme wie „Planning Adaptive“ und „AdaptBox“ von TheraPanacera, die eine kontinuierliche Anpassung der Therapie in Echtzeit ermöglichen.
- Hochmoderne Geräte, die eine optimale Behandlung garantieren und den neuesten medizinischen Standards entsprechen.
- Optimale Anweisungen für den Patienten, die für einen reibungslosen Behandlungsablauf während der Therapie sorgen.
- Enge Kooperation mit spezialisierten Prostatazentren, um eine ganzheitliche und interdisziplinäre Betreuung der Patienten zu gewährleisten.
Wie lange dauert eine Bestrahlungs-Sitzung bei Prostatakrebs in der Regel und welche Kleidung sollte man tragen?
Die Behandlung erfolgt ambulant über fünf Wochen. Eine Sitzung dauert 5 Minuten, wobei der Oberkörper voll bekleidet bleibt. Im unteren Bereich sollte lediglich Unterwäsche getragen werden.
Darf die Strahlentherapie unterbrochen werden?
Ihre Strahlentherapie sollte nach Möglichkeit nur in Ausnahmefällen unterbrochen werden, da selbst kurze Unterbrechungen von einer Woche erhebliche Nachteile mit sich bringen können. Daher ist es wichtig, geplante Termine wie den Familienurlaub im Vorfeld mit Ihrem Strahlentherapeuten zu besprechen. Gemeinsam finden wir eine passende Lösung.
Welche Nebenwirkungen kann die Therapie bei Prostatakrebs hervorrufen?
Harninkontinenz tritt heute nach einer Operation nur noch sehr selten auf, sodass diese Nebenwirkung kaum eine Rolle spielt. Bei der Erhaltung der Potenz bietet die Operation einen deutlichen Vorteil zur Strahlentherapie, insbesondere wenn sie nervenschonend durchgeführt wird. Dies bedeutet in der Praxis, dass ein kleiner Abschnitt der Prostata geschont wird, um das Gefäß-Nervenbündel, das für die Erektionsfähigkeit entscheidend ist, auf einer Seite zu erhalten. Dank präziser Diagnostik kann dieses Vorgehen umgesetzt werden, ohne das Risiko für ein Rezidiv signifikant zu erhöhen
Dafür hat die Strahlentherapie den klaren Vorteil, dass sie keinen direkten Eingriff in den Körper erfordert. Sie ist eine Methode, die das umliegende Gewebe schont und somit weniger unmittelbare Risiken mit sich bringt. Dies macht sie besonders für Patienten attraktiv, die eine Operation vermeiden möchten oder für die ein chirurgischer Eingriff mit erhöhten Risiken verbunden wäre.
Von der Terminvereinbarung bis zur Behandlung
Unsere 4 Schritte in der Übersicht
1. Termin vereinbaren
Nehmen Sie mit uns telefonisch oder digital Kontakt auf und vereinbaren Sie einen ersten Termin.
2. Erstgespräch führen
In einem ausführlichen Gespräch werden mögliche Behandlungsoptionen besprochen
3. Bestrahlungs-Behandlung
Ihre Bestrahlungssitzungen erhalten Sie über einen festgelegten Zeitraum, jede Sitzung dauert nur wenige Minuten.
4. Nachsorgeuntersuchung
Nach Ihrer Strahlentherapie führen wir eine Nachsorgeuntersuchung durch, um die Reaktion Ihres Körpers zu bewerten.
Unser Team
Bei uns finden Sie die besten Experten für Ihre Erkrankung.
"Eine gute Strahlentherapie bietet modernste Therapie und fügt sich in EIN Team für den Patienten ein."
Dr. Matthias Lampe