Brachytherapie – Präzise Strahlung direkt am Tumor
Schonende Krebstherapie mit maximaler Wirkung
Die Brachytherapie ist eine moderne Form der Strahlentherapie, bei der die Strahlenquelle direkt in oder nahe an den Tumor eingebracht wird. Dadurch kann eine hohe Strahlendosis gezielt auf das Tumorgewebe wirken, während umliegende gesunde Strukturen bestmöglich geschont werden. Durch hochpräzise Planung mit bildgebenden Verfahren und automatisierte Systeme ist eine individuelle, effektive und gut verträgliche Therapie möglich.
Dieses Verfahren eignet sich besonders zur Behandlung schwer zugänglicher Tumoren in Körperhöhlen oder in der Nähe empfindlicher Strukturen. Dank der individuellen Anpassung der Strahlenquelle an Größe, Form und Lage des Tumors wird die Therapie exakt auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt. Zudem bietet die Brachytherapie die Möglichkeit, nach einer äußeren Bestrahlung gezielt die Dosis im Tumorbett zu erhöhen.
Die Vorteile auf einen Blick
- Modernste Technologie – Mit hoher Strahlendosis und Präzision.
- Hohe Flexibilität – Durch direkten einbringen der Strahlenquelle.
- Patientensicherheit – Exakte Bestrahlung des Tumors.
- Patientenkomfort – Schonung gesunden Gewebes.
Technologische Innovationen für höchste Therapiequalität
Moderne Technik macht die Brachytherapie besonders präzise, schonend und individuell anpassbar. Bildgeführte Verfahren wie CT, MRT und PET ermöglichen eine exakte Ausrichtung der Strahlung auf den Tumor, während Echtzeit-Tracking dynamische Anpassungen bei beweglichen Tumoren unterstützt.
Innovative Bestrahlungstechniken wie die intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) oder die Protonentherapie erlauben eine gezielte Dosierung Dadurch kann gesundes Gewebe geschont werden. Der zusätzliche Einsatz von adaptierte Strahlentherapie (ART) ermöglicht zudem eine laufende Anpassung der Bestrahlung an Veränderungen des Tumors, wodurch die Wirksamkeit der Therapie gesteigert wird.
Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT)
Intensitätsmodulierte Strahlentherapie (IMRT) ist ein hochpräzises Verfahren. Dabei wird die Intensität des Strahlenfeldes computergesteuert so angepasst, dass sich die Dosis exakt an die Form des Tumors anpasst. Dadurch wird die Effektivität der Bestrahlung gesteigert und wir das umliegende gesunde Gewebe bestmöglich geschont. IMRT wird insbesondere bei komplex geformten oder empfindlich gelegenen Tumoren eingesetzt.
Adaptierte Radiotherapie (ART)
Die Adaptive Radiotherapie (ART) ist ein modernes Verfahren, das die Strahlentherapie noch präziser, effektiver und schonender gestaltet. Da sich während der Behandlungswochen anatomische Veränderungen wie Tumorverkleinerung, Gewichtsverlust oder schwankende Organfüllungen ergeben können, passt ART den Bestrahlungsplan flexibel an. Dies geschieht entweder vor der nächsten Sitzung (OffART) oder in Echtzeit direkt während der Behandlung (OnART), um eine optimale Zielgenauigkeit und Schonung des gesunden Gewebes sicherzustellen.
Einsatzspektrum der Brachytherapie
In der Brachytherapie stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung: Bei der Hochdosis-Brachytherapie (HDR) wird eine hochaktive Strahlenquelle für wenige Minuten in den Tumor eingeführt und die Behandlung in mehreren Sitzungen wiederholt. Die Niedrigdosis-Brachytherapie (LDR) nutzt dauerhaft implantierte Seeds, die über Wochen oder Monate kontinuierlich Strahlung abgeben. Die Pulsdosis-Brachytherapie (PDR) kombiniert kurze Bestrahlungen über längere Zeiträume und wird vor allem bei gynäkologischen Tumoren eingesetzt. Bei allen Verfahren sorgt die Afterloading-Technik für zusätzliche Sicherheit und präzise, computergesteuerte Dosisabgabe. Diese Arten der Bestrahlungstherapie kommt meist in Kombination mit externer Strahlentherapie bei verschiedenen Erkrankungsformen zum Einsatz:
- Prostatakrebs
- Gebärmutterhalskrebs
- Gebärmutterkrebs
- Brustkrebs
- Speiseröhrenkrebs
- Lungenkrebs
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Wie funktioniert die Brachytherapie?
Bei der Brachytherapie wird eine kleine, radioaktive Quelle (z. B. Iridium-192, Cäsium-137 oder Jod-125) in den Tumor oder in seine unmittelbare Nähe eingebracht. Die Strahlung wirkt lokal auf die Krebszellen ein und verhindert deren weiteres Wachstum oder zerstört sie.
Wie wird die Strahlenquelle im Körper platziert?
Die Platzierung der Strahlenquelle erfolgt nach sorgfältiger Planung mithilfe bildgebender Verfahren wie CT oder MRT. Über Applikatoren, Katheter oder Implantate wird die radioaktive Quelle präzise in den Tumor oder seine unmittelbare Umgebung eingebracht. Je nach Methode verbleibt die Strahlenquelle für wenige Minuten (HDR) oder dauerhaft (LDR) im Körper. Bei der Afterloading-Technik wird die Strahlenquelle erst nach korrekter Positionierung eingeführt, um maximale Sicherheit für Patienten und medizinisches Personal zu gewährleisten.
Welche Krebsarten werden bei uns mit der Brachytherapie behandelt?
In unserer Klinik behandeln wir insbesondere Lebertumore, Endometrium- und Zervixkarzinome.
Wie läuft eine Brachytherapie-Sitzung ab?
Eine Brachytherapie-Sitzung beginnt mit einer präzisen Planung per CT oder MRT. Danach wird die radioaktive Strahlenquelle über Applikatoren oder Katheter direkt in oder nahe am Tumor platziert. Die Bestrahlung erfolgt gezielt, um Krebszellen zu zerstören und gesundes Gewebe zu schonen. Je nach Methode verbleibt die Strahlenquelle nur wenige Minuten (HDR) oder dauerhaft im Körper (LDR). Die Behandlung ist in der Regel schmerzarm, gut verträglich und ermöglicht eine schnelle Rückkehr in den Alltag.
Ist die Behandlung schmerzhaft oder hat sie Nebenwirkungen?
Die Nebenwirkungen sind abhängig davon, welche Körperregion mir der Bestrahlung behandelt wird. Insgesamt ist die Brachytherapie jedoch gut verträglich und hat meist weniger Nebenwirkungen als eine externe Strahlentherapie. Das medizinische Team gibt individuelle Empfehlungen zu Erholungszeiten, sportlichen Aktivitäten und möglichen Einschränkungen, damit die Patienten schnell wieder in ihren Alltag zurückkehren können.
IMRT/VMAT im Detail
Zentrale Herausforderung in der Bestrahlungsplanung ist es, dass die Dosis im Körperinneren von außen durch gesundes Gewebe appliziert werden muss. Bei der IMRT werden zunächst im Planungs CT durch eine künstliche Intelligenz (KI) die Organe präzise erkannt und anschließend von einem Arzt das Zielgebiet festgelegt. Nun wird in sehr aufwändigen Berechnungen ermittelt, wie mit fast unendlich vielen Einzelbestrahlungen die Dosis optimal angewandt werden kann.
Weil dies zu sehr langen Behandlungszeiten führt, erfolgt die Bestrahlung meist als VMAT, Rapid Arc® in einem Bogen durchgeführt und dauert nur 3 Minuten.
Von der Terminvereinbarung bis zur Behandlung
Unsere 4 Schritte in der Übersicht
1. Termin vereinbaren
Nehmen Sie mit uns telefonisch oder digital Kontakt auf und vereinbaren Sie einen ersten Termin.
2. Erstgespräch führen
In einem ausführlichen Gespräch werden mögliche Behandlungsoptionen besprochen
3. Bestrahlungs-Behandlung
Ihre Bestrahlungssitzungen erhalten Sie über einen festgelegten Zeitraum, jede Sitzung dauert nur wenige Minuten.
4. Nachsorgeuntersuchung
Nach Ihrer Strahlentherapie führen wir eine Nachsorgeuntersuchung durch, um die Reaktion Ihres Körpers zu bewerten.
Unser Team
Bei uns finden Sie die besten Experten für Ihre Erkrankung.
"Eine gute Strahlentherapie bietet modernste Therapie und fügt sich in EIN Team für den Patienten ein."
Dr. Matthias Lampe