Vision Zero Cancer in der schwedischen Botschaft
Kampf gegen Krebs weltweit: Bei einem internationalen Gipfeltreffen diskutierten Experten aus Politik, Industrie und Medizin über die Herausforderung der globalen Krebsversorgung und die Rolle der Strahlentherapie.
Redaktion |
Globaler Gipfel gegen Krebs: Ein Luxusproblem der Industrienationen?
Bei einer Podiumsdiskussion in der schwedischen Botschaft in Wien stand die globale Krebsversorgung im Mittelpunkt, um eine faire Behandlung für alle zu gewährleisten.
WIEN - Krebserkrankungen stellen eine globale Herausforderung dar. In den Industrienationen sind die Herausforderungen groß, doch die Diskussion zwischen den verschiedenen Therapieformen wie onkologischer Chirurgie, Strahlentherapie und internistischer Onkologie mit Chemotherapie erscheint aus globaler Perspektive wie ein Luxusproblem. Angesichts einer Weltbevölkerung von acht Milliarden Menschen, von denen knapp die Hälfte in Armut lebt, stellt die onkologische Versorgung eine ganz andere Herausforderung dar.
ELEKTA, als Mitglied von Vision Zero Cancer, lud am 02. Mai in die schwedische Botschaft in Wien ein, um mit internationalen Experten diese Herausforderung im Kontext der ESTRO 2025 und ESTRO-HERO in den Fokus zu rücken. Neben Larry Leksell als Vertreter der ELEKTA Foundation und dem ELEKTA CEO Jonas Bolander als Vertreter der Industrie, nahmen internationale Experten wie Professor May Abdel Wahab (IAEA) und Prof. Dr. Yolande Lievens (UZ Gent) an der Podiumsdiskussion teil, mit Dr. Matthias Lampe als einem der Fachexperten auf der Bühne.
Ein zentraler Punkt der Diskussion war die Notwendigkeit, Patienten weltweit einen fairen Zugang zu onkologischer Versorgung zu ermöglichen. Insbesondere die Strahlen therapie mit Hypofraktionierung und Stereotaxie kann aufgrund der geringen Kosten pro Patient einen wichtigen Beitrag leisten. Ihr Einsatz wird jedoch durch das fehlende Fachpersonal limitiert. Gleiches gilt für die Nuklidtherapie. Daher entwickelt die IAES das Programm „Rays of Hope“.
Letztlich lässt sich die Herausforderung Krebs nur durch Zusammenarbeit aller Beteiligten – Politik, medizinische Experten, Industrie und Gesellschaft – bewältigen!