Umstellung von 15 MV auf 10 MV

Wir stellen unsere Therapien auf 10 MV um und setzen damit ein Zeichen für Energieeffizienz und verbesserten Strahlenschutz.

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DTZ Berlin nutzt jetzt 10 MV

Ein bewusster Schritt in der Strahlentherapie verbindet optimale Behandlungen mit Umweltschutz und verbesserter Patientensicherheit.

BERLIN - Unabhängig von politischen Orien­tierungen besteht kein Zweifel an der Not­wendig­keit des Umwelt­schutzes und der Energieeinsparung. Auch die Großgeräte­medizin kann sich angesichts der stark gestiegenen Energie­kosten diesem Thema nicht verschließen. Neue technische Inno­vationen bieten zudem Möglichkeiten zur Energieeinsparung.

Grundsätzlich sind bei Behand­lungen an der Körper­ober­fläche Photonen mit niedrigen Beschleunigungs­energien wie 6 MeV vorteilhaft, während für tiefer im Körper liegende Ziel­volumina höhere Energien von 10 oder 15 MeV optimal sind. Die Beschleunigungs­energie beschreibt die Energie, mit der die Photonen­brems­strahlung erzeugt wurde. Umgangssprachlich wird oft von „MV“ gesprochen, was jedoch nicht korrekt ist, da es sich hierbei nicht um eine Spannung in Mega­volt, sondern um eine Energie in Mega­elektronen­volt handelt. Diese Energie beschreibt die Eigenschaften der Strahlung, während die Dosis in Gray (Gy) als Joule pro Kilogramm definiert ist.

Historisch gesehen galt es, möglichst hohe Beschleunigungs­energien zu verwenden, um eine optimale Dosis­abgabe in der Tiefe des Körpers zu erreichen, mit 15, 18 und 25 MeV. Durch moderne Techniken wie IMRT, VMAT und Flattening-Filter-Free (FFF) bestehen jedoch kaum noch Vorteile bei hohen Energien. Im Gegenteil, hohe Energien bringen Nach­teile wie sekundäre Strahlung mit Neutronen mit sich. Deshalb gelten im klinischen Einsatz Energien von 6 und 10 MeV als ideal.

Durch die Kombination von 10MeV mit IMRT und VMAT sind optimale Dosis­verteilungen zu erreichen, und höhere Energien wenig vor­teil­haft und teilweise nachteilig. Wir haben bewusst auf den Einsatz von Energien oberhalb von 10 MeV verzichtet, wegen eines deutlich besseren Strahlen­schutzes durch die deutlich geringe Sekundär­strahlung, die Vermeidung von Ion­isationen der Luft und Neuronen.

Ein wichtiger Neben­effekt ist eine enorme Energie­einsparung und ein gutes Beispiel, dass Medizin, Strahlen­schutz und Umwelt­schutz Synergien bieten können.