KI-Konturierung schafft klinische Sicherheit

Ein Fall aus der Praxis zeigt: Die KI-gestützte Autokonturierung macht Abläufe nicht nur schneller, sondern liefert auch Daten, die später klinisch entscheidend sein können.

Dr. Matthias Lampe |

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Bestrahlungsplan der Halswirbelsäule mit Dosisverteilung und Dosis-Volumen-Histogramm des Kehlkopfs

Künstliche Intelligenz im Klinikalltag

Wenn Daten da sind, bevor man sie braucht

BERLIN – Kolleginnen und Kollegen fragten uns, ob eine Schwellung des Kehlkopfs (Larynxödem) bei einem Patienten mit unserer Bestrahlung einer Knochenmetastase an der Hals- und Brustwirbelsäule zusammenhängen könnte. Als wahrscheinliche Ursache kam ein Blutdruckmedikament (ACE-Hemmer) in Frage. Klinisch entscheidend war aber: Dank der KI-gestützten Autokonturierung in Elekta ONE Planning konnten wir die Bestrahlung als Ursache sicher ausschließen.

Weil die Software standardmäßig alle Risikoorgane konturiert, lagen für den Kehlkopf bereits Dosisdaten vor – obwohl das eigentliche Zielgebiet nur die Wirbelsäule war. Von Hand hätte man für diese Indikation keine Strukturen im Kopf-Hals-Bereich eingezeichnet, und es hätte nichts gegeben, worauf man im Nachhinein hätte zurückgreifen können.

Künstliche Intelligenz macht Abläufe also nicht nur schneller. Sie hebt die Qualität und baut nebenbei eine Dokumentation der Strahlendosis auf, die genau dann zum klinischen Nachweis wird, wenn man ihn braucht. Mehr zu den eingesetzten Techniken finden Sie in unserem Verzeichnis Behandlungsschwerpunkte A–Z.