ASTRO 2026: Wer sitzt am Steuer der adaptiven Strahlentherapie?

Auf dem Elekta-Podium „Adaptive Exchange“ in Boston diskutierte Dr. Matthias Lampe mit führenden US-Zentren über die Zukunft der online-adaptiven Strahlentherapie.

Dr. Matthias Lampe |

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Internationaler Fachkongress

Online-adaptive Strahlentherapie: Nicht mehr ob, sondern wie

BOSTON – Draußen schickte Boston Unwetterwarnungen auf die Handys, drinnen ging es auf dem Podium „Adaptive Exchange“ von Elekta im Rahmen der ASTRO 2026 ebenfalls lebhaft zu. Gestritten wurde nicht darüber, auf welchem Gerät die adaptive Bestrahlung besser läuft. Die Frage war grundsätzlicher: Wie verändert die online-adaptive Strahlentherapie unser Fach – und bringt sie uns näher an die Patientinnen und Patienten oder entfernt sie uns von ihnen?

Künstliche Intelligenz wird künftig jeden Schritt der Behandlung begleiten. Entscheidend ist, wer dabei am Steuer sitzt: Nutzen wir die KI als Instrument, bei dem das ärztliche Urteil entscheidet? Oder geraten wir in die Rolle derer, die nur noch bestätigen, was die Maschine vorschlägt?

Unter der Moderation von Arjun Sahgal (Sunnybrook Odette Cancer Centre) diskutierten Arnold Pompos, Ph.D. (UT Southwestern Medical Center), Anthony Paravati, MD (Kettering Health), Chirag Shah (Allegheny Health Network), Marsha Reyngold (Memorial Sloan Kettering Cancer Center) und Sarah Dooley (Moffitt Cancer Center). Dr. Matthias Lampe brachte die Sicht einer ambulanten Praxis aus Berlin ein.

John Christodouleas brachte es auf den Punkt: In einigen Jahren werden wir es absurd finden, dass wir einmal wochenlang an einem einzigen Bestrahlungsplan festgehalten haben. Die Frage ist also nicht mehr, ob die adaptive Strahlentherapie (ART) funktioniert – sondern ob sie zum neuen Behandlungsstandard wird und wie wir dabei die ärztliche Verantwortung in der Hand behalten.

Am DTZ Berlin ist die online-adaptive Bestrahlung mit dem Elekta Evo bereits Alltag.